Prof. Dr. Dagmar Timmann (Projektleiterin A05, F02) erforscht als klinische Neurowissenschaftlerin die vielfältigen Funktionen des menschlichen Kleinhirns und beschäftigt sich dabei auch mit Erkrankungen wie Ataxien. Lange Zeit galt das Kleinhirn vor allem als Zentrum der motorischen Steuerung – inzwischen ist jedoch bekannt, dass es auch an kognitiven und emotionalen Prozessen beteiligt ist, was sich unter anderem in der Anerkennung des cerebellären kognitiv-affektiven Syndroms (CCAS) widerspiegelt.
Seit mehr als 30 Jahren widmet sich Timmann der Erforschung des Kleinhirns. Besonders fasziniert sie dabei die wissenschaftliche Entdeckung neuer Zusammenhänge: Durch die sorgfältige Verbindung eigener Ergebnisse mit Erkenntnissen anderer Forschungsgruppen entstehen immer wieder neue Perspektiven auf die Funktionsweise des Kleinhirns.
Als Co-Sprecherin des SFB 1280 „Extinction Learning“ und Mitglied des SFB/TRR 289 „Treatment Expectation“ verbindet Timmann Grundlagenforschung mit klinischer Neurowissenschaft. Auch am Erwin L. Hahn Institute schätzt sie insbesondere den kollegialen und konstruktiven wissenschaftlichen Austausch sowie die enge Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg.
